Rasen anlegen

Rasen anlegen

Ein Garten ohne Rasen ist für die meisten Haus- und Gartenbesitzer undenkbar. Zu sehr hat sich inzwischen die traditionsreiche Grasfläche als Gestaltungselement etabliert. Doch Rasen ist nicht gleich Rasen. Deshalb steht zu Beginn einer jeden Rasenanlage die Wahl des Rasentyps, gefolgt von der Entscheidung, wie der Rasen angelegt werden soll. Unterschieden wird dabei zwischen der typischen Ansaat und dem Verlegen von Rollrasen.

Welcher Rasen wofür?

Wer einen neuen Rasen anlegen möchte, muss zuallererst entscheiden, welcher Rasentyp gewünscht wird. Vom akkuraten Zierrasen über den klassischen Gebrauchsrasen bis hin zur naturnahen Blumenwiese ist alles möglich. Auch gegen Kombinationen verschiedener Rasentypen spricht nichts, sie erfordern aber mehr Aufwand bei der gartenbaulichen Planung. Bei der Wahl des Rasentyps sollten Sie außerdem die vorherrschenden Standortbedingungen mit im Blick haben. Ist die zukünftige Rasenfläche zum Beispiel sehr schattig, ist ein Zierrasen keine gute Wahl, wohl aber ein Schattenrasen.

Rasen anlegen: Boden vorbereiten

Der Boden ist das Fundament des Rasens. Entsprechend sorgfältig muss er vorbereitet werden, bevor das erste Samenkorn ausgebracht wird. Die Bodenvorbereitung umfasst dabei nicht nur das Auflockern und Entfeuchten des Bodens, sondern sie erfordert auch etwas Geduld, wenn sich der Boden erst wieder absetzen und rückverdichten muss. Erst danach kann das Saatbeet vorbereitet werden. Im optimalen Fall ist der Oberboden dann schön krümelig und erleichtert den Rasensamen die Keimung durch einen besseren Bodenkontakt.

Rasen anlegen: Rasen einsäen

Oft wird angenommen, dass das Frühjahr einer guter Zeitpunkt ist, um die Rasensamen einzusäen. Tatsächlich ist die Witterung im Spätsommer und Frühherbst aber häufig günstiger. Der Boden ist in dieser Zeit noch ausreichend warm, während die zunehmenden Niederschläge es einfacher machen, das Saatbeet für eine erfolgreiche Keimung dauerhaft feucht zu halten. Um sicherzugehen, dass das Saatgut gleichmäßig auf der Fläche verteilt wird, kann ein Streuwagen verwendet werden. Danach muss es wenige Millimeter in den Boden eingearbeitet werden. Leichtes Anwalzen sorgt schließlich für einen guten Bodenverschluss.

Rasen anlegen: Wässern und Mähen

Während die Rasensamen keimen, ist die Fläche durchgehend feucht zu halten. Zwar zeigen sich bereits nach 4 bis 7 Tagen erste grüne Blattspitzen. Dennoch sollte in den ersten 4 Wochen nach der Aussaat das Saatbeet durch Wässern vor dem Austrocknen geschützt werden. Auf diese Weise keimen auch die Rasengräser mit längerer Keimdauer zuverlässig. Der erste Schnitt kann nach rund 10 Tagen erfolgen. Ein scharfes Schneidwerk, die Einstellung der richtigen Schnitthöhe sowie die Aufnahme des Schnittgutes sind beim Mähen besonders zu beachten.

Rasen anlegen: Rasen düngen

Nach Abschluss des Keimprozesses haben die Gräser erste Wurzeln ausgebildet, die von nun an alle benötigten Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Um ihr weiteres Wachstum zu fördern, kann gedüngt werden, am besten nach dem ersten Schnitt. Im Fachhandel ist spezieller Starter-Dünger erhältlich. Der Boden kann allerdings auch durch eine natürliche Gründüngung verbessert werden. Diese ist aber streng genommen Teil der Bodenvorbereitung und muss deshalb noch vor der Einsaat erfolgen.

Rollrasen verlegen

Die Rasenansaat ist der typische Weg, einen Rasen anzulegen. Immer öfter wird für die Rasenanlage aber auch auf Rollrasen bzw. Fertigrasen zurückgegriffen. Innerhalb von 2 bis 3 Wochen erhält man bei dieser Methode eine bedenkenlos nutzbare Rasenfläche. Der Boden muss allerdings genauso sorgfältig vorbereitet werden wie bei der Rasenansaat. Danach können die Rasenrollen auf der Fläche verlegt und abschließend leicht angewalzt werden. Bis zum vollständigen Anwachsen muss regelmäßig und ausgiebig gewässert werden.

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