Rasen düngen

Rasen anlegen: Rasen düngen

Rasen anlegen Schritt für Schritt

  1. Boden vorbereiten
  2. Rasen einsäen
  3. Rasen wässern und mähen
  4. Rasen düngen

Noch vor der Einsaat sollte der Nährstoffhaushalt des Bodens geprüft werden. Hierfür wird eine Bodenprobe entnommen und zur Untersuchung an ein Labor geschickt. Mit der Analyse werden in der Regel auch immer Tipps zur richtigen Düngung für den jeweiligen Boden gegeben. Bei sandigen bzw. sauren Böden kommt alternativ zur Düngung das Kalken des Rasens infrage, was den zu niedrigen pH-Wert des Bodens wieder hebt und so eine bessere Nährstoffaufnahme ermöglicht. Bei humusarmen Böden kann wiederum gut abgelagerter Kompost in den Boden eingearbeitet werden.

Hinweis

Um das nächste Labor für Bodenuntersuchungen in Ihrer Nähe zu ermitteln, können Sie sich an den Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) wenden.

Ob durch Düngung, Kalken oder Einarbeiten von Kompost: Entscheidend für den Ansaaterfolg ist, dass die jungen Rasenpflanzen von Anfang an die richtigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhalten, um schnell viele Wurzeln und Blätter bilden zu können.

Starter-Dünger aus dem Gartenfachhandel

Im Gartenfachhandel sind sogenannte Starter-Dünger für die Rasenansaat erhältlich. Diese stellen sicher, dass die jungen Pflanzen in den ersten Wochen vor allem mit Phosphor und weiteren wichtigen Nährstoffen versorgt sind.

Der Dünger sollte nach dem Auflaufen der Gräser ausgebracht werden, am besten nach dem ersten Schnitt. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die Wurzel die Versorgung der Graspflanzen. Eine zu frühe Düngung ist zu vermeiden, da wichtige Nährstoffe sonst schon ausgewaschen sein könnten.  Um für eine gleichmäßige Verteilung des Düngers zu sorgen, empfiehlt sich ein Streuwagen. Alternativ bietet sich auch ein akkubetriebener Hand-Schleuderstreuer an.

Rasen düngen, Granulat

Starter-Dünger enthält alles, was junge Rasenpflanzen brauchen.

Rasen düngen mit Streuwagen

Um den Dünger gleichmäßig auf dem Rasen zu verteilen, ist ein Streuwagen von Vorteil.

Expertentipp von Steffen für die richtige Dosierung des Düngers

Beachten Sie bei der Dosierung des Düngers unbedingt die Anleitung auf der Verpackung. Beinhaltet der Dünger zum Beispiel 10 % Stickstoff, enthalten 10 kg dieses Düngers 1 kg Stickstoff bzw. 5 kg Dünger 0,5 kg Stickstoff. Um also eine Rasenfläche von 100 m² mit 5 g Stickstoff/m² zu versorgen, genügen genau 5 kg Dünger.

Den Boden noch vor der Einsaat mit einer Gründüngung verbessern

Durch den Einsatz von synthetischen Düngern ist die Gründüngung beinahe in Vergessenheit geraten. Dabei stellt sie eine ideale und vor allem gänzlich biologische Möglichkeit dar, den künftigen Rasenboden zu verbessern. Die Gründüngung erfolgt im Frühling nach Abschluss der Bodenvorbereitung und bevor die Rasensamen eingesät werden. Streng genommen gehört sie deshalb auch noch zur Bodenvorbereitung.

Die Gründüngung wird im Frühling nach Abschluss der Bodenvorbereitung eingesät. Fertige Saatgutmischungen gibt es zum Beispiel auf der Basis von Lupinen, Gelbsenf, Sommerraps, Sommerwicke oder Phacelia. Mit dem Aufkeimen und Wachstum durchwurzeln die Gründüngungspflanzen den Boden intensiv und lockern ihn dadurch auf. Etwa Mitte August werden sie mit dem Rasenmäher zerkleinert und gleichmäßig in den Boden eingegraben. Die Gründüngungspflanzen verbleiben dann als wertvolle organische Substanz im Boden, die Mikroorganismen als Lebensraum und Nährstoffquelle dient.

Gründüngung mit Lupinen

Lupinen sind oft Bestandteil einer Gründüngung – und ergeben auch optisch ein schönes Bild.

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