Rasen wässern und mähen

Rasen anlegen: Rasen wässern und mähen

Rasen anlegen Schritt für Schritt

  1. Boden vorbereiten
  2. Rasen einsäen
  3. Rasen wässern und mähen
  4. Rasen düngen

Sobald das Saatgut in den Boden eingearbeitet ist, muss für ein erfolgreiches Auflaufen des Rasens der Boden durchgehend feucht gehalten werden. Meist fallen dafür nicht in ausreichender Menge natürliche Niederschläge, weshalb durch regelmäßiges Wässern der Fläche nachgeholfen werden muss. Der erste Schnitt kann dann nach 4 Wochen erfolgen, wenn das Gras ca. 7 bis 8 cm hoch gewachsen ist. Eine Schnitthöhe von 5 bis 6 cm ist empfehlenswert.

Wässern nach Einsaat der Rasensamen

Die Keimdauer der verschiedenen Rasensamen in einer Rasenmischung fällt unterschiedlich lang aus. Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) keimt zum Beispiel in gut einer Woche. Rotschwingel (Festuca rubra) benötigt dagegen schon fast 2 Wochen, während für Wiesenrispe (Poa pratensis) und Lägerrispe (Poa supina) sogar rund 3 Wochen Keimzeit veranschlagt werden müssen.

Die Keimlinge können ihren Bedarf an Wasser noch nicht über die Wurzeln decken. In den ersten 3 bis 4 Wochen nach der Einsaat ist deshalb eine kontinuierliche Wasserversorgung das A und O. Vor allem die obere Bodenschicht, in der die Keimlinge liegen, muss stets ausreichend feucht sein. Trocknet der Boden aus, gerät der Keimprozess ins Stocken und die Keimlinge können empfindlich Schaden nehmen.

Gerade wenn die natürlichen Niederschläge ausbleiben, sollte der Boden immer wieder kurz bewässert werden, sodass die oberen 3 cm des Bodens permanent feucht sind. Nach 4 bis 7 Tagen zeigen sich erste zarte, grüne Halme. Damit aber auch die Gräser mit längerer Keimzeit aufkommen, muss die Fläche unbedingt weiter mit Wasser versorgt werden.

Expertentipp von Norbert: Lieber keinen Wasserschlauch verwenden

Verwenden Sie zum Wässern möglichst keinen Wasserschlauch. Durch den groben Strahl wird der Boden nicht nur ungleichmäßig durchfeuchtet, sondern es kann auch zu Ausspülungen der Keimlinge kommen. Besser ist also ein Regner, der das Wasser gleichmäßig und in feinen Tropfen auf der Fläche verteilt.

Rasen wässern

Damit das Saatgut nicht aus dem Boden gespült wird, empfiehlt sich ein Regner.

Der erste Schnitt des jungen Rasens

Nach 4 Wochen kann der Rasen erstmals gemäht werden. Im Normalfall ist er dann etwa 7 bis 8 cm hoch und kann auf 5 bis 6 cm eingekürzt werden. Da diese Angaben nur Näherungswerte sind, ist es generell ratsam, sich an die sogenannte Drittel-Regel zu halten. Diese besagt, dass der Rasen immer nur um ein Drittel der aktuellen Aufwuchshöhe zurückgeschnitten werden sollte.

Rasen mähen mit Spindelmäher

Mit einem Spindelmäher kann der erste Schnitt des Rasens besonders schonend durchgeführt werden.

Rasen mähen, Drittel-Regel

Rasen sollte immer nur um etwa ein Drittel der Aufwuchshöhe gekürzt werden.

Der erste Schnitt eines Rasens wird als Schröpfschnitt bezeichnet. Er fördert die Bestockung, das heißt Horst- oder Ausläuferbildung der Pflanzen, und trägt so zur Entstehung einer geschlossenen Grasnarbe bei. Folgende Punkte sind bei der Mahd zu beachten:

  • Die Messer des Mähers müssen scharf sein, damit die feinen Blätter sauber geschnitten werden können. Bei stumpfen Messern kann es dazu kommen, dass die noch nicht fest verwurzelten Gräser herausgerissen werden oder ausgefranste Wundränder an den Blättern entstehen, die wiederum Einfallstore für Krankheitserreger sind.
  • Der erste Schnitt darf nicht zu tief ausfallen, weshalb die Drittel-Regel unbedingt zu beachten ist. Ebenso sollte der junge Rasen nicht mit schwerem Gerät gemäht werden, da sonst schnell Spuren bleiben.
  • Das Schnittgut sollte nach der Mahd sorgfältig vom Rasen entfernt werden. Am besten und schonendsten lässt sich dies mit einem Rechen mit Gummizinken bewerkstelligen. Eisen-, Kunststoff- oder Holzrechen sind für das Abharken eher ungeeignet.

Sonderfälle Kräuterrasen und Blumenwiese

Bei Kräuterrasen oder Blumenwiesen kann nach ca. 6 Wochen nach der Einsaat der erste Schnitt durchgeführt werden. Es genügt dabei, die Pflanzen auf rund 10 cm einzukürzen. Um eventuell mit aufgelaufene Kräuter, so zum Beispiel Weißen Gänsefuß (Chenopodium album), zu reduzieren, hilft ein zweiter Schnitt nach weiteren 3 bis 4 Wochen.

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