Rasenpflege

Rasenpflege

Rasenpflege bedeutet längst nicht nur Mähen und Wässern. Obwohl diese – neben der Düngung – die wichtigsten Maßnahmen sind, um einen Rasen in Schuss zu halten, gibt es noch zahlreiche andere Arbeiten, die ihm zugutekommen. Nicht alle davon müssen ähnlich regelmäßig durchgeführt werden wie das Mähen und Wässern. In ihrer Summe sorgen sie aber dafür, dass ein Rasen stets vital bleibt, das heißt vor allem weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist, den Winter gut übersteht und Belastungen verschiedenster Art gut standhält.

Rasenpflege im Frühjahr

Nach den Wintermonaten muss so mancher Rasen zunächst wieder auf Vordermann gebracht werden. So sind abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen und eine Düngung frühzeitig auszubringen, damit die Gräser im Verlauf ihres ersten großen Wachstumsschubes entsprechend davon profitieren können. Auch das Vertikutieren ist eine typische Maßnahme für die Rasenpflege im Frühjahr. In Mitleidenschaft gezogene Rasenstellen können zu diesem Zeitpunkt außerdem durch Nachsaat ausgebessert werden.

Rasenpflege im Herbst

Im Herbst gilt es, den Rasen gut für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Auf jeden Fall sollte ein letzter, aber nicht zu tiefer Schnitt auf dem Programm stehen. Wer im Frühjahr nicht vertikutiert hat, kann das im Herbst nachholen, ebenso wie das Nachsäen kahler Stellen. Eine Düngung mit kaliumbetontem Dünger sollte ebenfalls obligatorisch sein, da diese die Gräser widerstandsfähiger und robuster macht. Um Schneeschimmel vorzubeugen, ist heruntergefallenes Laub regelmäßig von der Rasenfläche zu entfernen.

Rasen mähen

Das regelmäßige Mähen sorgt für ein stetes Nachwachsen der Rasengräser und fördert zugleich die Ausbildung neuer Triebe. Dadurch wird der Rasen dauerhaft dicht und verunkrautet weniger schnell. Nicht zuletzt hat der Schnitt auch einen schönen optischen Effekt: Die Gräser werden aufgerichtet und bilden eine bürstenartige Rasennarbe. Zu beachten beim Mähen ist vor allem die Schnitthöhe und Schnitthäufigkeit, die je nach Rasentyp variiert.

Rasen wässern

Bedenkt man, dass Rasengräser bis zu 90 % aus Wasser bestehen, ist es nachvollziehbar, dass die natürlichen Niederschläge kaum ausreichen, um diesen hohen Wassergehalt auf Dauer aufrechtzuerhalten. Rasenflächen müssen deshalb durch künstliche Beregnung immer wieder gut durchfeuchtet werden, insbesondere bei trockener Witterung. Der tägliche Bedarf liegt durchschnittliche bei 2,5 l/m², schwankt aber je nach Standort, Wetterlage, Bodenart und Rasentyp.

Rasen düngen

Da Rasen für gewöhnlich regelmäßig gemäht wird, müssen ihm auch kontinuierlich wichtige Pflanzennährstoffe zugeführt werden, die den Zuwachs der Gräser sicherstellen. Die richtige Düngung ist deshalb für eine gute Rasenpflege unabdingbar. Nur so können die Gräser mit Stickstoff, Phosphor, Kalium und anderen wichtigen Nährstoffen ausreichend versorgt werden. Welcher Dünger sich anbietet und wie viel davon in welchen Intervallen ausgebracht werden sollte, richtet sich nach dem Nährstoffvorrat im Boden und der Intensität der Rasennutzung.

Rasen vertikutieren

Mit der Zeit bildet sich auf dem Rasenboden durch absterbende Pflanzenteile eine zunächst dünne Schicht aus organischem Material, das teils nur schlecht verrottet. Dieser sogenannte Rasenfilz wird zunehmend dicker und undurchlässiger, wenn gegen ihn nicht mit einem Vertikutierer vorgegangen wird. Durch senkrechtes Einschneiden der Messer in die Rasennarbe werden die überflüssigen Pflanzenreste herausgezogen. Der Rasen kann hinterher wieder „atmen“ und wird durch den mechanischen Reiz nicht zuletzt angeregt, wieder neue Triebe zu bilden.

Rasen lüften bzw. aerifizieren

Wird der Rasen stark genutzt, verdichtet sich die obere Bodenschicht schnell. Der Sauerstoffgehalt sinkt bei gleichzeitigem Anstieg der Kohlendioxidkonzentration. Die Folge: Das Wurzelwachstum der Rasengräser wird stark gehemmt. Wer auf eine gute Rasenpflege Wert legt, lüftet bzw. aerifiziert dann den Rasen. Mit einer Grabgabel oder einem speziellen Aerifizierstecher werden Löcher in den Boden gestanzt, die danach mit Sand gefüllt werden. Dank dieser Belüftungskur gelangt wieder genug Sauerstoff an die Wurzeln der Gräser.

Rasen mulchen

Beim Mulchen handelt es sich um eine natürliche Düngung des Rasens. Der Rasen wird nicht nur gemäht, sondern das Schnittgut dabei auch stark zerkleinert, bevor es auf die Rasenfläche fällt. Dort wird es von Mikroorganismen zersetzt, wodurch der Boden exakt die Nährstoffe wiedererlangt, die ihm durch den Rasenwuchs entzogen wurden. Im Handel gibt es längst spezielle Mulchmäher, mit denen diese Maßnahme der Rasenpflege zum Kinderspiel wird.

Rasen kalken

Rasen braucht für ein gesundes Wachstum einen Boden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Ist der Wert niedriger, spricht man von einem sauren Boden. Solche Böden können die zum Wachstum der Rasengräser benötigten Nährstoffe allerdings nicht mehr richtig aufnehmen. Aus diesem Grund muss der pH-Wert durch Kalken des Rasens wieder angehoben werden. Ein guter Zeitpunkt für diese Pflegemaßnahme ist das Frühjahr, bevor der Rasen wieder zu wachsen beginnt.

Rasen nachsäen

Ist der Rasen stark in Mitleidenschaft gezogen, können die betroffenen Stellen durch eine Nachsaat wieder saniert werden. Um den Rasen mit neuen Gräsern aufzufrischen, empfiehlt sich eine regelmäßige Nachsaat nach dem Vertikutieren. Hierfür sollte nur hochwertiges Saatgut verwendet werden. Auch das genaue Einhalten der einzelnen Arbeitsschritte ist wichtig, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Ein Umgraben der Rasenfläche ist – entgegen vieler Befürchtungen – dabei nicht erforderlich. Meist hat sich die Fläche in 4 bis 6 Wochen wieder in einen belastbaren, frisch-grünen Rasen verwandelt.

Rasen reparieren

Rasenschäden können mit dem entsprechenden Know-how in der Regel wieder behoben werden. Ob Unebenheiten, Vernässungen, Vergilbungen, Verbrennungen oder Schäden, die durch Schattenwurf oder Laub- bzw. Nadelfall entstanden sind: Alle Mängel dieser Art sind mit überschaubarem Aufwand und Einsatz reparabel, zumal sie meist nur partiell auftreten. Der Rasen muss also keinesfalls gleich flächendeckend saniert werden.

Qualitätssaatgut von Kiepenkerl und Sperli

Rasensaatgut von Kiepenkerl und SPERLI

Hoch­wertiges Saat­gut trägt maß­geb­lich zum Erfolg einer Rasen­ansaat bei. In den Rasen­mischungen von Kiepenkerl und SPERLI werden deshalb nur Spitzen­sorten verwendet.

Rasen anlegen: So geht’s!

Rasen anlegen

Ob klassische Rasen­ansaat oder Rollrasen­verlegung: Lernen Sie alle Schritte kennen, die für die Rasen­anlage wichtig sind.

Die richtige Rasenpflege

Rasenpflege

Welche Pflege­maßnahmen wann im Jahr auf dem Programm stehen sollten und wie sie richtig umgesetzt werden, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Was tun bei Rasenschäden?

Rasenschäden

Ob durch ungünstige Witterungs­bedingungen, Pilzbefall oder Schädlinge: Jeder Rasen kann einmal in Mit­leiden­schaft gezogen werden. Wir erklären, was dann zu tun ist.