Was ist "RSM"

Was ist „RSM“?

„RSM“ steht für Regel-Saatgut-Mischung. Es handelt sich dabei um eine Rasenmischung, die für einen speziellen Verwendungszweck und nach den Vorgaben der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. (FLL) hergestellt wurde. Regelsaatgutmischungen folgen also gewissen Standards und sollen so Rasenbesitzer vor Enttäuschungen bei der Rasenanlage bzw. Rasenpflege bewahren.

Sortenliste der FFL: Nur ausgewählte Gräser für Regelsaatgutmischungen

In Regelsaatgutmischungen werden nur ausgewählte Rasengräser verwendet. Die Sortenliste der FFL umfasst derzeit etwa 340 Sorten und insgesamt 14 Arten. Mit ca. 120 verschiedenen Sorten ist das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) die Grasart mit dem breitesten Sortenspektrum.

In der Sortenliste werden aber nicht nur die einzelnen Grasarten und -sorten aufgeführt, sondern auch nach ihren Eigenschaften bewertet. Dazu zählen:

  • Fähigkeit zur Narbenbildung
  • Narbendichte
  • Konkurrenzverhalten gegenüber anderen Gräsern
  • Widerstandsfähigkeiten gegen Krankheiten aller Art
  • Trockenverträglichkeit
  • Regenerationsvermögen
  • Zuwachsrate

Außerdem wird in der Sortenliste vermerkt, für welchen Verwendungszweck sich die Gräser besonders eignen. Ein Gesamteindruck der Rasenfläche, den die jeweilige Regelsaatgutmischung im Einsatz macht, wird ebenfalls beschrieben.

Golfrasen

Golfrasen gilt als der anspruchvollste Rasentyp. Entsprechend hochwertig muss auch das Saatgut sein.

Rasensaatgut, Rasensamen

In Saatgut mit dem Prädikat „RSM“ sind nur hochwertige Rasensamen enthalten.

Übersicht der aktuellen Regelsaatgutmischungen mit ihren zugehörigen Rasentypen

MischungsbezeichnungZugehörige Rasentypen
RSM 1: Zierrasen bzw. Galarasen
  • RSM 1.1.1: Zierrasen Edel
  • RSM 1.1.2: Zierrasen Fein
RSM 2: Gebrauchsrasen bzw. Universalrasen
  • RSM 2.1: Gebrauchsrasen Standard
  • RSM 2.2: Gebrauchsrasen in Trockenlagen
  • RSM 2.2.2: Gebrauchsrasen in extremen Trockenlagen
  • RSM 2.3: Spielrasen
  • RSM 2.4: Gebrauchsrasen mit Kräutern
RSM 3: Sportrasen und Spielrasen
  • RSM 3.1:Sportrasen Neuanlage Sportstätten
  • RSM 3.2: Sportrasen Regeneration
RSM 4: Golfrasen
  • RSM 4.1: Golfrasen Grün
  • RSM 4.2: Golfrasen Vorgrün
  • RSM 4.3: Golfrasen Abschlag
  • RSM 4.4: Golfrasen Spielbahn
  • RSM 4.5: Golfrasen Halbrauh/Semirough
  • RSM 4.6: Golfrasen Verbindungswege
RSM 5: Parkplatzrasen
  • RSM 5.1: Parkplatzrasen
RSM 6: Dachbegrünung
  • RSM 6.1: Extensive Dachbegrünung
RSM 7: Landschaftsrasen
  • RSM 7.1.1: Landschaftsrasen Standard ohne Kräuter
  • RSM 7.1.2: Landschaftsrasen Standard mit Kräutern
  • RSM 7.2.1: Landschaftsrasen in Trockenlagen ohne Kräuter
  • RSM 7.2.2: Landschaftsrasen in Trockenlagen mit Kräutern
  • RSM 7.3.1: Landschaftsrasen in Feuchtlagen ohne Kräuter
  • RSM 7.4.1 Landschaftsrasen im Halbschatten ohne Kräuter
RSM 8: Biotopmischungen
  • RSM 8.1.1: Artenreiches Biotop
  • RSM 8.1.2: Biotopmischung für magere Standorte
  • RSM 8.1.3: Biotopmischung für besonders magere Standorte
  • RSM 8.1.4: Biotopmischung Schatten und Halbschattenlagen

Regelsaatgutmischungen unterliegen strenger staatlicher Kontrolle

Um die genetische und technische Qualität von Saatgut zu gewährleisten, wurden mit dem Saatgutverkehrsgesetz und der Saatgutverordnung zwei Kontroll- und Prüfsysteme eingerichtet. Dank ihnen ist der Weg des Saatgutes vom Züchter über den Vermehrer bis zum Verwender ohne Lücken nachvollziehbar. Auch das Saatgut für alle Gräser, die in den Regelsaatgutmischungen eingesetzt werden, müssen den Bestimmungen des Saatgutverkehrsgesetzes und der Saatgutverordnung entsprechen.

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