Moos im Rasen

Moos im Rasen

Moos im Rasen sieht nicht nur unschön aus, sondern schränkt auch die Nutzung von Spiel- und Hausrasen ein, indem es bei Feuchtigkeit rutschig wird und die Standfestigkeit beeinträchtigt. Je nach Licht- und Bodenverhältnissen können sich verschiedene Moosarten im Rasen bilden. Mit über 90 % ist jedoch das Sparrige Kranzmoos (Rhytidiadelphus squarrosus) der am häufigsten auftretende Störenfried.

Warum bildet sich Moos im Rasen?

Moos im Rasen

Das Sparrige Kranzmoos tritt am häufigsten im Rasen auf.

Verlässliche Aussagen darüber, warum sich Moos im Rasen bildet, sind kaum möglich, solange man sich kein genaues Bild von der befallenen Rasenfläche gemacht hat. Erfahrungsgemäß sind ein oder mehrere der nachstehenden Ursachen für das Problem verantwortlich:

  • zu tiefes Mähen
  • Nährstoffmangel
  • Schattenlage
  • sehr saurer Boden (pH-Wert unter 5)
  • starke Bodennässe
  • Bodenverdichtung

Moos im Rasen beseitigen

Wenn die Ursache für den Moosbefall ermittelt wurde, lässt sich aus einer Vielzahl an Möglichkeiten die passgenaue Lösung wählen, um das Moos aus dem Rasen zu beseitigen:

  • Schnitthöhe anheben
  • regelmäßig düngen
  • Schattenquellen beseitigen
  • Kalkmergel einsetzen (30 bis 50 g/m² zur Verbesserung des pH-Wertes)
  • Bodenverdichtungen und Staunässe beseitigen
  • Besandung durchführen (mit gewaschenem Quarzsand mit einer Körnung von 0 bis 3 mm)
  • Windbarrieren entfernen
  • Lücken durch Nachsaat schließen

Bei lockeren Moosen mit nicht allzu hohem Befall ist es möglich, das Polster mit einem Vertikutierer oder scharfem Rechen herauszuziehen. Anschließend sollte der Rasen gedüngt werden, um die Konkurrenzfähigkeit der Gräser zu fördern. Zudem sind Lücken nachzusäen.

Rasen vertikutieren Handvertikutierer

Ist das Moos im Rasen locker, ist Vertikutieren eine sinnvolle Maßnahme.

Rasen düngen, Granulat

Nach dem Vertikutieren empfiehlt sich eine Düngung des Rasens.

Rasen nachsäen

Lücken, die durch die Beseitigung des Mooses im Rasen entstanden sind, werden am besten gleich nachgesät.

Nach Rücksprache mit Experten aus dem Gartenfachhandel kann alternativ auf die chemische Bekämpfung zurückgegriffen werden. Kontaktherbizide eignen sich zur Moosvernichtung besonders gut. Wie ihr Name verrät, wirken sie fast ausschließlich dort, wo sie ausgebracht werden, bestenfalls also auf der gesamten Oberfläche des Mooses. Darüber hinaus bieten Fachmärkte Kombinationsprodukte aus Moosvernichter und Dünger an. Diese Produkte wirken in der Regel auf Basis von Eisensulfat.

Expertentipp von Norbert: Moos am besten im Frühjahr oder Frühherbst bekämpfen

Die beste Zeit für die Moosbekämpfung ist das Frühjahr, wenn das Wachstum der Gräser durch die Frühjahrsdüngung gestärkt ist. Alternativ bietet sich der Frühherbst (Anfang Oktober) an.

Rasen nach Moosbefall nachsäen

Wenn das Problem von Moos im Rasen schon so weit fortgeschritten ist, dass das Moos die Gräser fast verdrängt hat, bleibt nur der Versuch, die Fläche neu zu begrünen. Dazu geht man am besten folgendermaßen vor:

  1. Fläche vertikutieren
  2. Vertikutiergut abharken
  3. Bearbeitung des Bodens mit einer Stachelwalze (Löchern)
  4. Sand in Mengen von 3 bis 4 l/m² einbringen
  5. Fläche gründlich wässern
  6. Rasen nachsäen mit der Originalmischung
  7. Saat anwalzen
  8. Fläche für eine gute Keimung der Samen regelmäßig wässern
  9. Fläche 3 Wochen lang nicht betreten

Doch auch nach der Nachtsaat kann es passieren, dass sich wieder Moos im Rasen bildet. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, den Vorgang zweimal im Jahr durchzuführen, am besten im April oder Mai und im September.

Infos von Experten einholen und Moos im Rasen vermeiden

Moos im Rasen ist ein lästiges Problem. Viele Hobbygärtner greifen in ihrem Ärger schnell zu chemischen Mitteln, in der Hoffnung, das ungewollte Grün schnell und einfach zu beseitigen. Der Erfolg ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn solange die Ursache für das Moos im Rasen nicht erkannt und beseitigt wurde, kommt es immer wieder zur Neubildung. Daher ist es empfehlenswert, sich genau mit den aktuellen Bodenbedingungen im eigenen Garten auseinanderzusetzen und das Gespräch mit Experten zu suchen. So lässt sich oftmals auch die Verwendung von belastenden Chemikalien vermeiden.

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