Rasenpflege
Häufige Fragen

Wann und wie oft Rasen mähen?

Innerhalb der Mähsaison von März bis November können Sie prinzipiell jederzeit den Rasen mähen. Jedoch sollte der Rasen dabei trocken sein und noch nicht zu blühen begonnen haben. Wann und wie oft Sie Ihren Rasen mähen sollten, ist hierbei immer auch abhängig von dem jeweiligen Rasentyp. So benötigen beispielsweise Gebrauchs- oder der Zierrasenflächen 1 bis 2 Schnitte pro Woche, wohingegen beim pflegeleichteren Kräuterrasen 6 bis 10 Schnitte pro Jahr völlig ausreichend sind.

Die optimale Schnitthöhe gibt an, wann und wie oft der Rasen zu mähen ist

Um herauszufinden, wann und wie oft Sie Ihren Rasen mähen müssen, ist es wichtig die optimale Schnitthöhe Ihres Rasentyps zu kennen. Diese liegt zwischen 1,5vcm und 10 cm und beeinflusst auch Schnitthäufigkeit. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Rasentyp wie oft und auf welche Höhe eingekürzt werden sollte.

RasentypDurchschnittliche SchnitthäufigkeitOptimale SchnitthöheBesonderheiten
Gebrauchsrasen1 Schnitt/Woche3 bis 4 cmWird zu tief gemäht, wandern unerwünschte Gräser ein.
Schattenrasen1 Schnitt/Woche4 bis 5 cmWird zu tief gemäht, verringert sich die Narbendichte, was das Einwandern von Moosen begünstigt.
Zierrasen2 Schnitte/Woche1,5 bis 2,5 cmDurch den Einsatz eines Spindel- oder Walzenmähers kann das Schnittbild verbessert werden.
Kräuterrasen6 bis 10 Schnitte/Jahr6 bis 10 cmSoll die Artenvielfalt erhalten werden, darf nur wenig gemäht werden. Ein Sichelmäher empfiehlt sich.
Blumenwiese
  • Aussaatjahr: 1 Schnitt/Jahr
  • Folgejahre: 2 Schnitte/Jahr (möglichst im Juli und September)
Blumenwiesen werden am besten mit einem Balkenmäher oder einer Sense gemäht. Für einige Tage sollte das Schnittgut zum Trocknen auf der Fläche verbleiben, bevor es als Heu abgeräumt werden kann. Während dieser Zeit können später reifende Samen noch ausfallen.

Neben den typspezifischen Empfehlungen sollte beim Rasenmähen generell auf folgende Hinweise geachtet werden:

  • Zu tiefes Mähen schadet dem Rasen und mindert die Wuchsqualität, hohes Mähen ist hingegen unbedenklich.
  • Bei trockener Witterung ist das Wachstum der Gräser vermindert, dementsprechend verringert sich auch die Schnitthäufigkeit des Rasens.
  • Die letzte Mahd des Jahres erfolgt eher selten zu spät, jedoch häufig zu früh.
  • Spätestens vor dem Einsetzen des ersten Frostes sollte der Rasen auf seine optimale Schnitthöhe gebracht werden.

Die Drittel-Regel hilft bei der Bestimmung des richtigen Zeitpunktes für die Mahd

Ist die optimale Schnitthöhe des Rasens bekannt, so kann über die Drittel-Regel ganz einfach bestimmt werden, wann das Mähen des Rasens nötig ist. Sie besagt nämlich, dass der Rasen bei einer Mahd immer nur um ein Drittel seiner aktuellen Wuchshöhe gekürzt werden. Die verbleibenden zwei Drittel entsprechen dabei idealerweise der optimalen Schnitthöhe des Rasens.

Beispiel

Gebrauchsrasen entwickelt sich beispielsweise bei einer Wuchshöhe von 4 cm (= zwei Drittel) optimal. Ein Schnitt um 2 cm (= ein Drittel) steht also immer dann an, wenn der Rasen auf 6 cm (= drei Drittel) angewachsen ist.

Expertentipp von Norbert: Drittel-Regel auch unabhängig von der optimalen Schnitthöhe immer anwenden

Bei jedem Schnitt sollte der Rasen immer nur um ein Drittel der aktuellen Wuchshöhe gekürzt werden, unabhängig davon, ob dadurch die optimale Schnitthöhe erreicht wird oder nicht.

Rasen mähen, Drittel-Regel

Nur ein Drittel der aktuellen Aufwuchshöhe sollte beim Rasenmähen abgeschnitten werden.

Rasen mähen

Dieser Zierrasen wurde per Drittel-Regel auf die optimale Schnitthöhe von rund 2 cm eingekürzt.

Nach dem Rasenmähen: Schnittgut nicht als Abfall abtun

Nach dem Mähen des Rasens ist das Schnittgut keinesfalls ein Abfallprodukt. Es kann vielmehr weiterverwendet werden als:

  • Kompost: Durch die Vermischung mit weiteren Pflanzenresten (allem voran Gehölzschnitt) bleiben die Nährstoffe des frisch gemähten Schnittgutes erhalten und können zur Kompostierung genutzt werden.
  • Mulchabdeckung: Um der Entstehung von Unkraut vorzubeugen und die Nährstoffspeicher des Bodens wieder aufzufüllen, kann das Schnittgut als Mulchabdeckung auf bepflanzten Flächen verteilt werden.
  • Ergänzung zum Dünger: Die Nährstoffe des Schnittgutes können durch Mikroorganismen erneut vom Boden wieder aufgenommen werden, wenn es auf der Rasenfläche verbleibt und nicht entfernt wird. Dies gelingt besonders gut, wenn das Schnittgut durch einen Mulchmäher sehr klein geschnitten wurde. Somit kann das Schnittgut als zusätzlicher Nährstofflieferant ergänzend zur Rasendüngung weiterverwendet werden.

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