Rasenpflege 
Häufige Fragen

Warum keimen meine Rasensamen nicht?

Für die Neuansaat eines Rasens ist das Frühjahr ein beliebter Zeitpunkt, und auch eine Nachsaat als Frischekur für bestehende Rasenflächen ist nach den Wintermonaten für viele Rasenbesitzer im Frühjahr obligatorisch. Nicht immer sind Im Frühjahr jedoch die Ansaatergebnisse – egal ob Neuansaat oder Nachsaat – zufriedenstellend. Häufig sind ungünstige Witterungsbedingungen die Ursache. Vor allem wenn der Boden zu kalt ist und die Niederschläge ausbleiben, haben es Rasensamen und aufkommende Rasengräser schwer.

Durchwachsene Ansaatergebnisse im Frühjahr bei zu wenig Niederschlag und zu kalten Temperaturen

Vor allem wenn auf einen milden Winter mit ausreichenden Niederschlägen ein viel zu trockenes Frühjahr mit kalten Temperaturen folgt, kann eine Rasenneuanlage oder Rasennachsaat durchwachsen ausfallen. Im April 2020 sorgte zum Beispiel ein kalter, stetiger Ostwind bei strahlendem Sonnenschein für ein extrem schnelles Austrocknen und Auskühlen der oberen Bodenschicht. In vielen Regionen gab es im Zeitraum der Eisheiligen Mitte Mai 2020 zudem noch Bodenfrost. Dies alles setzte den Rasensamen und Rasengräsern derart stark zu, dass oft kein gleichmäßiges Aufkommen der Pflanzen zu beobachten war.

Schwach auflaufende Rasengräser 4 Wochen nach Aussaat ohne Beregnung mit keimender Melde

Schwach auflaufende Rasengräser 4 Wochen nach Aussaat ohne Beregnung mit keimender Melde

Rasengräser (Keimung)

Zum Vergleich: Gleichmäßig auflaufende Rasengräser bei normalen Witterungsbedingungen

Schlechte Witterungsbedingungen für Keimung der Rasensamen und Gräserwachstum

Zu wenig Niederschlag und zu kalte Temperaturen – genau das setzt den Rasensamen extrem stark zu. Weder die Keimung der Samen noch das Gräserwachstum können dann reibungslos erfolgen. Die fehlenden Niederschläge durch Beregnung auszugleichen, zeigt häufig auch nur mäßigen Erfolg, da zum Beispiel die Bodentemperaturen insgesamt zu tief sind. Durch die Beregnung kommt der Keimprozess zwar in Gang bzw. die Rasengräser bleiben am Leben, doch richtiges Wachstum wie im Zuge von natürlichen Niederschlägen findet nicht statt. Hier wirkt sich auch die kalte Temperatur des Brunnenwassers, welches meist zur Beregnung verwendet wird, negativ aus, da dieses die oberste Bodenschicht zusätzlich abkühlt. Deshalb sagen viele Greenkeeper: Mit Beregnung lässt sich Rasen grün halten, doch Wachstum kommt durch Regen.

Warten auf steigende Bodentemperaturen – oder auf den Herbst

Angesichts eines trockenen und kalten Frühjahrs ist bei allen Rasenbesitzern umso mehr Geduld gefragt. Mit dem Übergang zum Sommer werden auch die Bodentemperaturen steigen. Keimung und Wachstum gehen dann trotz weiterer Beregnung deutlich unkomplizierter vonstatten. Am besten wäre es aber natürlich, wenn sich ein ergiebiger Landregen einstellt.

Sollten sich dennoch die neu angelegten oder nachgesäten Rasenflächen nicht ausreichend von den Frühjahrsstrapazen erholen, bleibt nur noch die Hoffnung auf den Herbst. Tatsächlich ist diese Zeit nämlich optimal für die erfolgreiche Ausbringung von Rasensamen. Sowohl die Wärmeeinträge der Sommersonne sind zu dieser Zeit noch im Boden gespeichert als auch die Niederschläge tendenziell üppiger, was es erleichtert, das Saatbeet ausreichend feucht zu halten. Hinzu kommt, dass Unkräuter auf der Rasenfläche wesentlich weniger stark wachsen als im Frühjahr. Eventuelle Frühfröste im Herbst können den Rasensamen übrigens nichts anhaben.

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