Rasenschäden 
Häufige Fragen

Welche Rasenunkräuter gibt es?

Bei Rasenunkräutern ist die Unterscheidung zwischen ein- und mehrjährigen Arten wichtig: Bei einjährigen Rasenunkräutern muss zur Bekämpfung lediglich die Samenbildung verhindert werden. Zu den häufigsten Unkräutern dieses Typs zählt die Vogelmiere. Dagegen wachsen mehrjährige Rasenunkräuter trotz Verhinderung der Samenbildung im darauffolgenden Jahr wieder. Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Ehrenpreis, Klee, Giersch, Quecke, kriechenden Hahnenfuß und kleine Brunelle sind Beispiele für mehrjährige Rasenunkräuter.

Häufige mehrjährige Rasenunkräuter bestimmen und bekämpfen

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Das Gänseblümchen zeichnet sich durch grundständige, zungenförmige Blätter und einen blattlosen Stängel aus, an dem das Blütenkörbchen sitzt. Dieses besteht innen aus Röhrenblüten und außen aus Zungenblüten. Die Blüten innen sind satt gelb und außen weiß bis leicht rosa.

Bekämpfung: Durch regelmäßiges Mähen kann eine Ausbreitung über Samen verhindert werden. Die Pflanzen selbst müssen durch Ausstechen beseitigt werden.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn erkennt man an seiner grundständigen Rosette mit buchtig eingeschnittenen, grob gezahnten Blättern und den charakteristischen gelben Blütenkörben an einem unbeblätterten Schaft. Die Blüten entwickeln sich später zu den bekannten „Pusteblumen“. Es handelt sich dabei um viele einzelne Schließfrüchte mit haarigen Flugschirmen, die durch den Wind ausgebreitet werden.

Bekämpfung: Die Pflanze enthält einen Milchsaft und besitzt eine tiefe Pfahlwurzel. Dadurch lässt sie sich am besten bekämpfen, indem man durch regelmäßiges Mähen die Blüte und damit die Ausbreitung verhindert. Die sich im Rasen befindlichen Pflanzen werden am besten mit speziellen Unkrautstechern entfernt.

 

Weiß-Klee (Trifolium repens)

Weiß-Klee ist die am häufigsten vorkommende Kleesorte im Rasen. Er ist durch seine typischen dreizähligen Blätter mit heller Zeichnung und seine weißen kugeligen Blütenköpfe gekennzeichnet.

Bekämpfung: Auch wenn Weiß-Klee durch einen regelmäßigen Schnitt nicht zur Blüte kommt, verbreitet er sich über seine unterirdischen Ausläufer. Da dies vor allem bei Nährstoffmangel im Rasen der Fall ist, kann eine Düngergabe dem Rasen dabei helfen, sich gegen den Klee zu behaupten. Verbleibt der Weiß-Klee trotz Düngergabe weiterhin auf der Rasenfläche, muss zum Entfernen scharf vertikutiert werden.

 

Giersch (Aegopodium podagraria)

Giersch breitet sich aus einem kriechenden Rhizom aus, sodass die Pflanze gleich an mehreren Stellen im Rasen auftritt. Hauptmerkmal ist sein aufrechter Stängel mit den meist dreiteiligen Blättern. Die Blüte entwickelt sich zu einer weißen Dolde und bildet kümmelähnliche Früchte.

Bekämpfung: Durch die Ausbreitung der Pflanze über das Rhizom lässt sich Giersch im Garten nur schwer wieder loswerden. Dabei hilft allein die dauerhafte Abdunklung der Pflanze mit einer Plane. Durch die gestoppte Lichtzufuhr stirbt der Giersch ab. Bei diesem Verfahren wird zwar auch der Rasen in Mitleidenschaft gezogen. Er ist jedoch robuster und erholt sich von der Abdunklung wieder.

 

 

Rasenunkräutern vorbeugen durch hochwertiges Rasensaatgut

Um der Ausbreitung von Rasenunkräutern vorzubeugen, sollte man bereits bei der Rasenanlage auf hochwertige Rasensamen achten. Je geringer die Qualität des Saatgutes nämlich ist, desto mehr Unkrautsamen sind darin enthalten. Auch durch regelmäßiges Mähen des Rasens lässt sich die Ausbreitung der meisten Rasenunkräuter gut verhindern. Sollte es dennoch dazu kommen, dass sie sich auf der Rasenfläche zeigen, können Rasenunkräuter mit vergleichsweise wenig Aufwand wieder entfernt werden, vor allem wenn sie zu Beginn nur vereinzelt auftreten.

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