Rasenschäden 
Häufige Fragen

Wie kann man Rasen ausbessern?

Wurde der Rasen durch Schädlingsbefall, Unkraut oder einem starken Winterfrost stellenweise beschädigt, so stellt sich die Frage, wie man den Rasen ausbessern kann. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit,  die bestehende Rasenfläche partiell auszubessern.  Hierfür eignen sich allem voran zwei Methoden: Die Nachsaat und das Verlegen von Rollrasen. Damit die gewählte Maßnahme erfolgreich und langlebig wird, finden Sie im Folgenden einige Tipps zum Ausbessern von Rasen.

Rasen durch Nachsaat ausbessern

Wenn Sie sich für eine Ausbesserung beschädigter Rasenstellen durch nachsäen entscheiden, so führen Sie diese Maßnahme optimaler Weise im Frühjahr durch, bevor die Gräser ihren ersten größeren Wachstumsschub zeigen. Ist dieser Zeitraum schon verstrichen, so kann die Nachsaat prinzipiell noch bis in den September nachgeholt werden.

Expertentipp von Norbert: Qualitativ hochwertiges Rasensaatgut für Nachsaat verwenden

Generell sollte für eine erfolgreiche Nachsaat immer auf qualitativ hochwertiges Rasensaatgut zurückgegriffen werden. Bestenfalls verwenden Sie speziell für die Nachsaat oder Rasenreparatur zusammengesetzte Saatgutmischungen. Weiterhin ist nach der Aussaat der Rasensamen eine entsprechende Nährstoffversorgung der Gräser von großer Bedeutung.

Schrittweise zu einer erfolgreichen Rasennachsaat

1. Boden für die Nachsaat vorbereiten

Mähen Sie die beschädigte Rasenfläche zunächst möglichst tief ab und entfernen Sie anschließend das Schnittgut sowie jegliche Pflanzenreste. Zusätzlich sollte ein gründliches Vertikutieren in Längs- und Querrichtung erfolgen. Dieser Vorgang beseitigt auch die letzten Reste an Unkraut und Moos und kann gegebenenfalls auch zu einer Einebnung des Bodens beitragen.

Rasen mähen

Der erste Schritt zur erfolgreichen Nachsaat ist das möglichst tiefe Abmähen der beschädigten Rasenfläche.

Rasen vertikutieren

Nach dem Tiefschnitt steht das Vertikutieren der auszubessernden Rasenfläche an.

2. Ausbringen der Rasensamen

Dieser Schritt kann per Hand oder mit Hilfe eines Streuwagens erfolgen. Entscheidend ist, dass das Saatgut ausreichend und vor allem gleichmäßig auf den betroffenen Stellen ausgebracht wird. Hierzu werden pro Quadratmeter ca. 20 Gramm der Samen verteilt. Damit das Saatgut im Anschluss auch gut aufkeimen kann, sollte ein direkter Kontakt zwischen den Samen und dem vorbereiteten Boden hergestellt werden. Dafür kann der Boden entweder geharkt, erneut vertikutiert oder beregnet werden.

Rasen nachsäen

Der Rasen kann zwar per Hand nachgesät werden, allerdings ist eine Nachsaat mit einem Streuwagen zu bevorzugen.

Rasen einsäen

Das Ausbringen der Rasensamen gelingt mithilfe eines Streuwagens besonders gleichmäßig.

3. Angemessene Wässerung

Um die Rasenkeimlinge dauerhaft feucht zu halten und somit vor den Folgen einer zu geringen Nährstoffversorgung zu wahren, sollten Sie die Rasenfläche mehrmals täglich wässern. Diese Maßnahme ist insbesondere bei starkem Wind und Trockenheit essentiell und sollte bis zum ersten Schnitt des Rasens nach ca. vier Wochen regelmäßig beibehalten werden.

4. Mahd und Düngung des frischen Rasens

Sind die ersten vier Wochen nach der Aussaat verstrichen und die bewässerten Rasengräser auf ca. zehn Zentimeter herangewachsen, so kann nun eine wöchentliche Mahd folgen. Beim erstmaligen Mähen ist eine Kürzung auf fünf bis sechs Zentimeter angemessen. Bei den folgenden Durchgängen wird für Schattenlagen eine Höhe von sechs bis sieben Zentimeter und für Sonnenflächen eine Höhe von drei bis vier Zentimeter empfohlen.  Wurde der neue Rasen erstmals gemäht, so sollte auch eine erste Düngung mit einem stickstoffbetonten Langzeitdünger stattfinden. Diese sorgt für zahlreiche neue Grastriebe und eine dichte Rasennarbe. Unter Beachtung dieser Arbeitsschritte sollten Sie nach vier bis sechs Wochen Ihre gleichmäßige und strapazierfähige Grünfläche wiederhergestellt haben.

Ausbessern durch Rollrasen

Eine Alternative zur Nachsaat des beschädigten Rasens stellt das Auslegen von Rollrasen dar. Dieser besteht aus ein bis zwei Jahre altem Rasen, der mittels hochwertiger Saatgutmischungen speziell für diese Zwecke angezogen wurde. Rollrasen  bietet zum einen den Vorteil, dass Sie Ihre Rasenfläche nahezu unmittelbar reparieren können, da keine neuen Rasensamen keimen müssen und diese Wartezeit somit entfällt. Zum anderen kann Rollrasen das ganze Jahr über verlegt werden. Es sollten lediglich Temperaturen über dem Nullpunkt und ein frostfreier Boden vorliegen.

Rollrasen

In kleinen Mengen eignet sich Rollrasen perfekt zum Ausbessern beschädigter Rasenstellen.

Rollrasen

Rollrasen wird aus etwa 1 bis 2 Jahre altem Rasen hergestellt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Verlegen von Rollrasen

Auch für diese Methode der Rasen-Ausbesserung besteht eine Schritt-für-Schritt Anleitung, an der Sie sich bei der Durchführung orientieren können.

1. Bodenvorbereitung

Nachdem die alten, beschädigten Rasenstellen mit einer Schaufel oder einem Sodenschneider beseitigt wurden, muss der Boden zunächst gründlich aufgelockert werden. Hierzu können Sie eine Kreiselegge nutzen oder den Boden umgraben bzw. fräsen. Anschließend erfolgt durch sorgfältiges Harken eine Planierung der Bodenfläche, die im gleichen Zuge von Unkräutern und Krümeln befreit wird. Abschließend sollte der Boden bestenfalls gewalzt oder mit flachem Schuhwerk trittfest getreten werden, bis seine Höhe ein bis zwei Zentimeter unter der normalen Mähkante liegt.

Boden vorbereiten

Nachdem die beschädigten Rasenstellen beseitigt wurden, muss der Boden gründlich gelockert werden.

Boden vorbereiten

Grobe Unkräuter, Wurzeln und Steine sind von der Fläche zu entfernen.

2. Verlegung des Rollrasens

Nach Abschluss der Bodenvorbereitung und großzügiger Berechnung der benötigten Menge an Rollrasen, kann dieser bereits verlegt werden. Hierzu werden die aufgerollten Fertigrasenelemente auf der vorbereiteten Fläche sorgsam und eng aneinander liegend verteilt.

Expertentipp von Steffen: Auf lückenfreie Verlegung achten

Achten Sie darauf, dass keine Lücken zwischen den einzelnen Elementen entstehen und dass sich diese nicht überlappen. Eventuell überstehende Ränder der ausgelegten Rollrasenfläche können abschließend mit einem Kantenstecher fein säuberlich abgetrennt werden.

3. Fertigrasen anwalzen

Nach der Verlegung des Rollrasens sollte dieser zusätzlich noch vorsichtig angewalzt werden. So stellen Sie sicher, dass der Rasen ausreichenden Kontakt mit dem Boden herstellt und eine Verwurzelung zur Nährstoffversorgung möglich wird. Dieser Schritt ist besonders effektiv, wenn der Boden erdfeucht, aber nicht zu nass ist.

4. Bewässerung und Mahd

Sind die ersten drei Schritte erfolgreich abgeschlossen, muss der Rollrasen im letzten Schritt noch angemessen gewässert und geschnitten werden. Die Wässerung sollte etwa alle zwei Tage erfolgen, so lange bis sich die ausgelegte Fläche nicht mehr ohne weiteres anheben lässt. Der Rasen ist dann ausreichend mit Wasser versorgt, wenn der Boden ca. zehn Zentimeter tief durchfeuchtet ist. Unter Anwendung der Drittel-Regel kann der Rollrasen nach etwa zehn Tagen das erste Mal gemäht werden. Dementsprechend wird ein sechs Zentimeter hoher Rasen um ein Drittel auf vier Zentimeter gekürzt.

Möchten Sie mehr rund ums Thema Rasen wissen?

Weitere häufige Fragen und fachkundige Antworten darauf finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

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